Weniger arbeiten und trotzdem produktiver sein
- Microsoft Japan testete im Sommer 2019 die 4 Tage - Woche mit 2.300 Mitarbeitern (bei gleichem Gehalt) => die Produktivität der Mitarbeiter steigerte sich um 40 Prozent
- Arbeitspsychologe Tim Hagemann: es ist ein Mythos, dass längere Arbeitszeiten auch produktiv genutzt würden
- sinnvoll sind alternative Arbeitszeit - Modelle vor allem für die Kreativbranche bzw. Wissensarbeit
- wichtiger als lange sind deshalb kürzere, dafür intensivere Arbeitszeiten
- aktuell noch wenige Daten dazu in Deutschland, aber erste Ergebnisse zeigen: Arbeitsergebnis bleibt gleich, doch die Effizienz der Mitarbeiter stieg, da die selben Aufgaben in weniger Zeit erledigt worden
- Beate Müller - Gemmeke (Arbeitsmarktexpertin der Grünen): "Eine Verkürzung der Arbeitszeit wäre effektiver Gesundheitsschutz, denn so werden die Beschäftigten besser vor Stress und Entgrenzung von Arbeit geschützt".
- trotzdem funktionieren verkürzte Arbeitszeitmodelle nicht für alle Branchen (Pflege, Gesundheit, Kundenbetreuung)
- junge Akademiker fragen und verlangen nach solch flexiblen & verkürzten Arbeitszeitmodellen immer häufiger
Fazit & Empfehlungen von Health-Base.de
- regelmäßige Integration von gesunden, aktiven Mini - Pausen in die aktuelle Arbeitszeit
- Vorteil für den Arbeitgeber: eine höhere Effizienz der Mitarbeiter + gesündere Mitarbeiter
- Vorteil für die Mitarbeiter: kürzere Netto - Arbeitszeit, Wertschätzung durch den Arbeitgeber, aktiver Beitrag zur Gesunderhaltung
- besonders dann auf Pausen beim arbeiten achten, wenn man das Gefühl hat, sich aktuell keine aktive Auszeit leisten zu können. Durch Pausen werden Sie wieder produktiver - so paradox es auch klingt.
Quelle: WELT AM SONNTAG KOMPAKT (12.01.2020, Seite 24 - 25) von Sebastian Freier & Christine Haas)
Produktivität ist nicht „mehr Stunden“, sondern bessere Energie
Viele Teams arbeiten nicht zu wenig – sie arbeiten zu lange ohne echte Unterbrechung. Das Ergebnis: Der Tag wird voll, aber der Output fühlt sich trotzdem zäh an. Produktivität entsteht, wenn Fokusphasen und Erholung sinnvoll wechseln. Wer sich kurze Pausen erlaubt, kann konzentrierter arbeiten, priorisiert klarer und kommt schneller in einen sauberen „Arbeitsfluss“.
3 Hebel, die sofort helfen
- 1Aufgaben bündeln: Ähnliche Tätigkeiten zusammenlegen (Mails, Calls, Konzeptarbeit). Weniger Kontextwechsel = mehr Qualität.
- 2Fokusfenster setzen: 25–50 Minuten konzentriert, danach 3–5 Minuten Mini-Pause.
- 3Abschluss statt Endlosschleife: Jede Fokusphase endet mit einem Mini-Ergebnis (Notiz, nächste drei Schritte, Entscheidung).
Die Rolle der Aktiven Mini-Pause
Die Mini-Pause ist kein „Extra“, sondern der Übergang zwischen zwei Leistungsphasen. Ein paar Bewegungen lösen Spannung, ein tiefer Atemzug senkt Stress, ein kurzer Blick weg vom Bildschirm beruhigt die Augen. Danach fällt es leichter, die nächsten Aufgaben bewusst anzugehen – statt automatisch weiterzuscrollen.
Praktischer Tipp für Teams
Macht eine Regel daraus: „Nach jedem Meeting 2 Minuten Reset.“ Das ist einfach, sichtbar und erhöht die Chance, dass Pausen zur Kultur werden – ohne zusätzliche Termine.